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Indien in Zahlen
Hauptstadt: New Delhi
Fläche: 3,17 Mio. km2
Einwohner: 1,13 Mrd.
Religion: Hindus 80,5 %, Muslime 13,4 %, Christen 2,3 %, Sikhs 1,8 %, u.a.
Sprache: Hindi und Englisch als Landessprachen, weitere 21 anerkannte Sprachen
Analphabetenrate: 40 %
Lebenserwartung: 69 Jahre
Indien erstreckt sich über den Großteil des südasiatischen Subkontinents. Es gliedert sich in drei Zonen: das Himalayagebirge im Norden, die Indus- und Gangesebene und das Tafelland im Süden. Das Klima ist subtropisch bis tropisch und vom Monsun geprägt.
Geschichte
Im Mittelalter überzog ein Netz kleiner Königreiche den Subkontinent. 1765 erhielt die Britische Ostindische Handelskompanie die Finanzhoheit über Bengalen, was den Grundstein zur britischen Expansion legte. 1877 nahm Königin Victoria den Titel Kaiserin von Indien an. Mit Gründung des Indischen Nationalkongresses 1885 setzten sich die Inder für ihre Selbstbestimmung ein. Mahatma Gandhi übernahm die Führung im gewaltlosen Widerstand gegen die Briten. 1950 wurden Indien und das muslimische Pakistan unabhängig.
Aktuelle Situation
Indien wurde bis 1996 fast durchgehend von der Indischen Kongress-Partei regiert. Deren Vorsitzende Indira sowie Rajiv Gandhi sind jeweils Attentaten zum Opfer gefallen. Nach mehreren Machtwechseln und unklaren Mehrheitsverhältnissen wurde im Juli 1997 mit Narayanan zum ersten Mal ein "Unberührbarer" Präsident, der im Juli 2002 von Abdul Kalam abgelöst wurde. Seit Mai 2004 ist Manmohan Singh von der Kongresspartei Premierminister.
Die große Vielfalt an Völkern und Sprachen (20.000 Kasten, 225 Sprachen, 63 Religionen) stellt das Land vor besondere politische und administrative Herausforderungen. Einer hochentwickelten Technologie und Wissenschaft, boomenden Film- und Medienindustrie sowie weiteren erfolgreichen Industriezweigen steht eine zusehends verarmte Landbevölkerung gegenüber, die in die Slums der Großstädte abwandert.
Geschätzte 40 Prozent der Bevölkerung leben in absoluter Armut; Kinderarbeit ist weit verbreitet. Trotz offiziellen Verbots spielt das Kastenwesen nach wie vor eine wichtige Rolle für den sozialen Status.




