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![]() Nahezu überall kann der Bio-Sand-Wasserfilter einfach und schnell hergestellt werden: Eine Form wird mit Zement ausgegossen und trocknet anschließend mehrere Tage in der Sonne, bevor sie mit unterschiedlichen Materialien, wie Sand oder Steinen, zur Filtration gefüllt wird. Die Herstellung des Bio-Sand-Wasserfilters erfolgt in den Ländern selbst, mit Arbeitskräften und Materialien, die vor Ort zur Verfügung stehen. Der Wasserfilter benötigt weder Strom noch Treibstoff und ist nahezu wartungsfrei. Er filtert bis zu 99,5 Prozent der Verunreinigungen im Wasser und reduziert so drastisch das Risiko, an Cholera, Typhus, Durchfall oder einer anderen Magen-Darm-Infektion zu erkranken und oft auch zu sterben.
Die Wasserfilter kommen in Haushalten, Schulen und Krankenhäusern zum Einsatz. All diejenigen, die einen Bio-Sand-Wasserfilter einsetzen, werden im Rahmen einer Schulung in Funktionsweise und Wartung des Gerätes eingeführt. Außerdem beraten Teams von »Samaritan's Purse«, unserem Partner, die Menschen in Gesundheits- und Hygienefragen.
1. Streueinsatz (Metallgitter) Der Einsatz lässt das Wasser langsam in den Filter tropfen, ohne die biologische Schicht zu zerstören.
2. Wasserkammer Der Raum zwischen Streueinsatz und Sand gewährleistet, dass ausreichend Sauerstoff an die biologische Schicht gelangt. Auch wenn der Filter nicht in Gebrauch ist, bleibt eine etwa fünf Zentimeter hohe Wasserschicht im Filter, damit die Organismen in der biologischen Schicht ausreichend Sauerstoff erhalten und überleben.
3. Biologische Schicht Fadenähnliche Algen und andere Organismen wie Plankton, Einzeller und Bakterien spalten die organischen Substanzen im Wasser auf. In dieser Umgebung können Parasiten, Viren und andere Krankheitserreger kaum überleben.
4. Sand, Steine Die Oberfläche jedes Sandkorns funktioniert wie eine mikroskopisch kleine Ablagerungsfläche, mit deren Hilfe Trübungen, üble Gerüche, geschmackliche Veränderungen und gesundheitsschädliche Organismen aus dem Wasser entfernt werden. Form und Größe der Sandkörner sind entscheidend für die Zusammensetzung der biologischen Schicht und somit für die Effizienz des Filters. Je größer das Sandkorn, umso größer ist der Raum zwischen den einzelnen Körnern, umso grobporiger ist der Filter. Der Sand muss am Bestimmungsort des Filters ausgesucht, gesiebt und gewaschen werden, um ein optimales Filterergebnis zu erzielen.
5. Hahn Pro Minute fließt ein Liter sauberes, wohlschmeckendes Wasser aus dem Hahn - genug für acht bis zehn Personen.
Seien Sie dabei: Drehen Sie den Hahn auf, damit Menschen sauberes Wasser erhalten! Projekt-Nr. 700 710
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