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![]() Drei ehemalige US-Präsidenten sind zur Einweihung der Billy-Graham-Bibliothek am 31. Mai erschienen. Jimmy Carter, George W. Bush und Bill Clinton würdigten in Charlotte (US-Bundesstaat North Carolina) die Verdienste des 88-jährigen Evangelisten.
Billy Graham selbst richtete trotz schwerer Krankheit einige Worte an die 1500 geladenen Gäste. »Ich fühle mich klein und demütig«, sagte er angesichts der Lobreden auf ihn. »Mein ganzes Leben wollte ich nur Jesus die Ehre geben, nicht mir.«
Die Bibliothek soll den Lebensweg des weltbekannten Pastors aufzeigen und zum Glauben einladen. Zu sehen ist zum Beispiel das Missionszelt, in dem Graham seine erste Großevangelisation hielt. Ein Stück Berliner Mauer soll an die Veranstaltungen Grahams hinter dem Eisernen Vorhang erinnern. Die erwarteten 200.000 Besucher pro Jahr können Predigtaufnahmen hören und mit Seelsorgern Glaubensfragen besprechen. Das Gebäude sei ein »Werkzeug des Evangeliums«, so Billy Graham. Auch sein Sohn Franklin Graham, der als Präsident die Billy-Graham-Gesellschaft leitet, betonte: »Das letzte, was mein Vater haben will, ist ein eigenes Denkmal.« Vielmehr solle die Bibliothek die Aufmerksamkeit auf Jesus Christus lenken. ![]()
»Das Ziel meines Lebens ist es, Menschen dabei zu helfen, eine persönliche Beziehung zu Gott zu finden. Dies geschieht meiner Überzeugung nach dadurch, dass sie Jesus Christus kennen lernen.«
Billy Graham hat das Evangelium live vor mehr Menschen verkündigt, als irgendein anderer Mann in der Geschichte vor ihm. Er sprach in über 185 Ländern der Welt und erreichte Hunderte Millionen Menschen durch Fernsehen, Videos und Filme.
Billy Graham wuchs auf einer Farm in der Nähe von Charlotte im amerikanischen Bundesstaat North Carolina auf. Im Herbst 1934 vertraute er dort sein Leben Jesus Christus bei einer Evangelisation von Mordechai Ham an.
Der Prediger Nach seiner Ausbildung und Ordination im Jahre 1939 rief eine erste, mehrwöchige Zeltevangelisation 1949 in Los Angeles große Aufmerksamkeit hervor. Insgesamt nahmen 350.000 Menschen daran teil. Seitdem steht Billy Graham im Licht der internationalen Öffentlichkeit.
Heute ist er auf der ganzen Welt bekannt. Er hat sowohl in abgelegenen Dörfern Afrikas die Frohe Botschaft des Evangeliums verkündet, als auch im Herzen von New York City. Zu seinen Zuhörern zählen einflussreiche Staatsmänner, aber auch Aborigines in Australien oder Nomaden im Vorderen Orient.
Seit 1977 hatte Billy Graham die Möglichkeit, in jedem Land des ehemaligen Ostblocks zu predigen.
Der Autor Er hat 18 Bücher geschrieben, die alle gleichermaßen erfolgreich waren. Mehrere von ihnen befanden sich über einen längeren Zeitraum hinweg auf den Bestsellerlisten. 1997 erschien seine Autobiographie "So wie ich bin", die in den USA gleich in drei Bestsellerlisten auf dem ersten Platz stand.
Als Zeichen des außergewöhnlichen Ansehens, das Billy Graham weltweit genießt, erhielt er neben zahlreichen Ehrendoktorwürden auch eine Fülle von Auszeichnungen, unter anderem die Goldmedaille des amerikanischen Kongresses oder den Big Brother Award für seine Verdienste um das Wohlergehen von Kindern.
Billy Graham zählt laut Umfragen des amerikanischen Gallup-Institutes regelmäßig zu den »zehn meist bewunderten Männern der Welt«. Er war in den vergangenen 52 Jahren sicherlich die herausragende Person dieser repräsentativen Erhebung, da er insgesamt 41-mal genannt wurde, 34-mal davon in Folge.
Am 23. April 2005 wurde in Charlotte (South Carolina) der neue Gebäudekomplex der Billy-Graham-Gesellschaft eingeweiht. In dem Neubau arbeiten rund 300 Angestellte. Die Anschrift des Werkes: Billy Graham Evangelistic Association 1, Billy Graham Parkway Charlotte, N.C. 28201 (USA)
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