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![]() »Viel gelacht wurde auf dem Dankestreffen«, berichtet Anita Bernhard, Sammelstellenleiterin aus Berlin. Die engagierte Ehrenamtliche erinnert sich an spannende, nachdenkliche aber vor allem heitere Szenen aus dem zurückliegenden »Weihnachten im Schuhkarton«-Aktionsjahr. In ihrem Engagement efährt sie tatkräftige Unterstützung durch ihren Mann, der den vermutlich weltweit ersten rotierenden Schuhkarton erfunden hat. »Mittels der Mechanik eines ausgedienten Scheibenwischer-Antriebs dreht sich ein übergroßer Schuhkarton unentwegt um die eigene Achse«, so Joachim Bernhard. »Das ist ein echter Hingucker, der für neugierige Blicke in unseren Vorgarten sorgt«, berichtet der Erfinder weiter.
Um Menschen auf die Schuhkarton-Aktion aufmerksam zu machen und für die ehrenamtliche Unterstützung zu werben, setzte Sammelstellenleiterin Monika Kröher aus Bechhofen folgende Kleinanzeige in die örtliche Zeitung: »Wenn Sie gerne handarbeiten oder basteln, dann sind Sie bei uns richtig.« Eine Leserin dieser Anzeige war Gisela Keller, passionierte Handarbeitsspezialistin, mit einem großen Vorrat an Stoffen und Wolle. Kurz zuvor hatte sie einen Fußbruch erlitten und konnte sich nur im Rollstuhl fortbewegen, was sie aber nicht daran hinderte, ihre Nähmaschine in Betrieb zu nehmen und Geschenk um Geschenk für Kinder in Not herzustellen. »Ich fühlte mich wie die Müllerstochter im Märchen, die aus Stroh Gold spinnen sollte«, erzählt die Rentnerin schmunzelnd. Die Ergebnisse waren auf dem Dankestreffen zu bewundern: selbst genähte Kindertaschen, gestrickte Puppen, Mützen, Socken, Schals Handschuhe, gehäkelte Murmelsäckchen und vieles mehr. Der Lehrer eines Berufskollegs, der mit zehn seiner Schülerinnen und Schüler »Weihnachten im Schuhkarton« erstmalig unterstützt hatten, war zum Dankestreffen gekommen und berichtete ausführlich über seine Erfahrungen während des Aktionszeitraums. Gleichzeitig richtete er einen Aufruf an die Anwesenden: »Wenn es hier Lehrer gibt, die das Projekt unterstützen möchten, kommen Sie gerne auf mich zu. Ich kann Ihnen wertvolle Tipps geben.« Vielleicht der Anfang eines neuen Netzwerks, um von gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die die gleiche Leidenschaft teilen: Kindern in Not eine unvergessliche Weihnachtsfreude zu bereiten. |
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