
Neben den allgemeinen Fragen zu „Weihnachten im Schuhkarton“ tauchen auch kritische Fragen zur entwicklungspolitischen Nachhaltigkeit, dem christlichen Hintergrund und dem Projektpartner „Samaritan’s Purse“ auf. Die Stellungnahme von „Geschenke der Hoffnung e.V.“ finden Sie hier.
Großbritannien 1990: Der walisische Geschäftsmann Dave Cooke verwirklicht eine Vision: Er bringt Hilfsgüter und Schuhkartons mit Weihnachtsüberraschungen zu Not leidenden rumänischen Waisenkindern.
1993 übergibt Cooke die Aktion der internationalen christlichen Hilfsorganisation Samaritan's Purse International.
1996 wurde erstmals in der christlichen Zeitschrift »Entscheidung« aufgerufen, Schuhkartons für Kinder in Not zu packen. Spontan treffen 1.600 Pakete in der Berliner Redaktion ein. Der Grundstein für die Aktion in Deutschland ist gelegt.
Seit 1996 wurden mehrere Millionen Schuhkarton-Geschenke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an Kinder in Not in zahlreichen Empfängerländern in der ganzen Welt verteilt.
Geschenke der Hoffnung e.V. ist ein christliches Missions- und Hilfswerk mit internationalem Profil. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Weitergabe des Evangeliums und die Unterstützung Bedürftiger, ungeachtet ihres religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrundes.
Die Schwerpunkte bilden die Bereiche Kinderförderung, nachhaltige Entwicklung sowie Flüchtlings- und Katastrophenhilfe. Der Verein ist u. a. Träger der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton" und des Baby-Not-Projekts. Weltweit arbeitet Geschenke der Hoffnung e.V. mit Samaritan's Purse International, der Billy Graham Evangelistic Association und unterschiedlichen Organisationen in den Projektländern zusammen.
Der Verein ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD). Er trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und das Prüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.
Nein. „Weihnachten im Schuhkarton" ist ein Projekt des überkonfessionellen, christlichen Vereins Geschenke der Hoffnung e.V..
Die 6,- EURO sind eine empfohlene Spende. Sie sind genauso wertvoll wie der Schuhkarton, er ist quasi »das Porto für das Paket«. Nur mit Hilfe einer Geldspende können wir die Kosten für Abwicklung und Transport decken - obwohl wir auch ohne Spende selbstverständlich alle Päckchen mit auf die Reise nehmen. Natürlich können Sie auch gerne mehr geben.
Bei Spenden bis einschließlich 200 Euro gilt die Kopie Ihres Kontoauszuges unter Angabe des Verwendungszweckes beim Finanzamt als Spendenbeleg. Bei überwiesenen Spenden in einer Höhe von mehr als 200 Euro stellen wir Ihnen automatisch zu Beginn des Folgejahres eine Zuwendungsbestätigung aus, sofern auf dem Überweisungsträger die vollständige Spenderadresse angegeben wurde.
Ja, natürlich. Sachspendenbescheinigungen stellen wir ab einem Wert von 15 Euro aus. Voraussetzung ist allerdings, dass die Sammelstelle den Erhalt der Sachspende quittiert. Falls Sie eine Bescheinigung wünschen, machen Sie sich bitte von Ihren Belegen Kopien und geben Sie die Originale mit dem Schuhkarton bei der Sammelstelle ab. Nur die Sammelstelle kann bestätigen, dass Belege und Schuhkartoninhalt identisch sind und tatsächlich dem Projekt zugute kamen. Sie leitet sie dann quittiert an das Büro in Berlin weiter. Die Zuwendungsbestätigung über die Sachspende ergeht zu Beginn des Folgejahres.
Prüfen Sie vorab ihre Belege: Warenbezeichnung, Wert je Artikel, Datum, Firma, MWSt., Unterschrift/Firmenstempel und achten Sie bitte darauf, dass auf den Belegen keine Privateinkäufe enthalten sind.
Natürlich erhalten auch Firmen Zuwendungsbestätigungen. Bitte fragen Sie in Ihrer Sammelstelle nach oder wenden Sie sich direkt an uns.
Wir berechnen die Menge Schuhkartons, die in einen LKW passt im Voraus, um sicher zu gehen, dass eine bestimmte Menge Schuhkartons im jeweiligen Land ankommt. Die Schuhkartongröße hat Einfluss auf diese Menge.
Immer wieder werden wir gefragt, ob das mit den „ausschließlich neuen Artikeln“ denn wirklich sein muss und warum die Geschenke überhaupt kontrolliert werden müssen.
Es ist uns wichtig, Kindern in Not qualitativ hochwertige Päckchen zu übergeben. Wir verstehen Qualität als Ausdruck des Respekts gegenüber dem jeweiligen Kind und Anerkennung seiner Würde.
Dem entgegen stehen Erfahrungen, die wir machen mussten, als wir in unserem Flyer noch den Begriff „neuwertig“ verwendeten (bis 2001). Die häufigsten „neuwertigen“ Artikel waren:
- gebrauchte Zahnbürsten mit Zahnpastarändern und verbogenen Borsten
- gebrauchte Haarbürsten mit Haaren
- gebrauchte Unterhosen, Unterhemden mit entsprechenden „Rändern“
- gebrauchte Strümpfe, mit Löchern (manchmal wenigstens gestopft)
- gebrauchte Plüschtiere und anderes gebrauchtes Spielzeug (z. B.: Autos mit drei Rädern oder fehlenden Türen, zerkratztem Lack, Teddys mit einem Auge, ohne Nase, mit Marmeladeflecken; Puppen mit selbstgefärbten Haaren, fehlendem Bein etc.)
- gebrauchte Mundharmonikas mit einem penetranten Gestank
- abgebrochene Bunt- und Wachsmalstifte, angenagte/ausgetrocknete Filzstifte
- voll gekritzelte Malbücher, mit noch zwei, drei leeren Bildern
- und vieles ähnliches mehr!
Diese Liste ist nicht abschließend und auch keine Übertreibung. Die aufgelisteten gebrauchten Gegenstände waren die am häufigsten in Schuhkartons gefundenen. Natürlich gibt es auch einmalige Erlebnisse, wie z.B. das Kondom oder das gebrauchte Gebiss. Die Sammelstellenleiter- und -leiterinnen, die diese Zeiten erlebt haben, sind uns heute noch dankbar, dass wir den Begriff „neuwertig“ durch die Umbenennung in „neu“ eindeutig gemacht haben. Wir erhielten damals in den Tagen nach dem letzten Abgabetermin nahezu täglich Anrufe von unseren Sammelstellen, dass sie sich schmutzig fühlten, auf den Arm genommen, enttäuscht waren über die Spendenmentalität, Schuhkartons nur noch mit Aids-Handschuhen anfassen würden, nach der Schuhkartondurchsicht erst einmal ausgiebig duschen würden etc.
Abgesehen davon ist es natürlich auch mehr als peinlich in einem Waisenhaus oder der Kinderstation eines Krankenhauses einen wunderschön eingepackten Schuhkarton zu verteilen und dann zu erleben, wie sich Kind und Personal über die vorgefundenen Geschenke ekeln, z. B. dem voll gekleckerten Plüschtier.
Aus diesen Gründen, und weil „Weihnachten im Schuhkarton“ eine Geschenk-Aktion ist, entschieden wir uns 2002 den Begriff neuwertig aufzugeben und nur noch neue Artikel zuzulassen. Mit Erfolg: die Häufigkeit derart gebrauchter Gegenstände hat seither rapide abgenommen.
Es gibt aber auch gesetzliche Regelungen, an die „Geschenke der Hoffnung e. V.“ sich halten muss und die eine Kontrolle der Schuhkartongeschenke in den Sammelstellen erforderlich machen. Das sind die Einfuhrbestimmungen. Im Wesentlichen werden zwei unterschieden: absolute Einfuhrverbote und Desinfektionsgebote.
Die Einfuhr von gebrauchten Schuhen aller Größen und gebrauchten Kleidern der Altersgruppe 0 - 3 Jahre sowie gebrauchtem Spielzeug, ist in den meisten unserer Empfängerländer absolut verboten! Auskünfte darüber erteilen die Botschaften der verschiedenen Länder in ihren Einfuhrbestimmungen.
Die Einfuhr gebrauchter Kleider ab Altersgruppe 4 Jahre ist erlaubt, wenn diese desinfiziert wurden. Die Desinfektion sieht vor, dass sie von einer anerkannten Desinfektionsstelle vorgenommen wird, d.h. der Gebrauchtwarentransport muss sich entweder einer Hygienedusche unterziehen, oder einer Desinfektion durch Kälteschock. Bei beiden Verfahren muss der Importeur schriftlich versichern, dass er die Waren desinfiziert hat. Von einer Desinfektion sehen wir nicht wegen der entstehenden Kosten ab, sondern auch weil dadurch die Süßigkeiten ungenießbar würden. Die Antwort darauf wäre natürlich, auf die Süßigkeiten zu verzichten, aber das entspräche wiederum nicht dem Spenderwunsch und nicht dem der beschenkten Kinder.
Die Aufteilung nach den Altersgruppen 2-4, 5-9 und 10-14 Jahre hat sich weltweit unter den Empfängerkindern bewährt. Sollten Kleidungstücke nicht passen, tauschen die Kinder untereinander oder schenken an Geschwister und Freunde weiter.
Jedes Land hat andere Einfuhrbestimmungen, die sich auch noch von Jahr zu Jahr ändern können - wir müssen uns daran halten. Einige unserer Empfängerländer verbieten die Einfuhr von geliermittelhaltigen Süßigkeiten.
Grundsätzlich sind keine Geliermittel erlaubt bzw. nur mit Nachweis der Unbedenklichkeit. Es ist dabei völlig gleichgültig, ob es sich um tierische oder pflanzliche Gelierstoffe handelt. Den Nachweis der Unbedenklichkeit geliermittelhaltiger Stoffe muss der erbringen, der sie importieren will. Bei der Vielfalt von Gelierstoffen sprengt der Aufwand den Rahmen unserer Möglichkeiten. Da ist es einfacher, auf geliermittelhaltige Süßigkeiten zu verzichten, und stattdessen Schokolade einzupacken. Schokolade ist auch unter den Empfängerkindern am beliebtesten.
Die Geschenke werden vorwiegend in osteuropäische Länder und inzwischen auch in Zentralasien an Kinder in Not verteilt und bereiten dort eine unvergessliche Freude.
Die Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen verteilen sie auf Weihnachtsfesten z.B. in Schulen, Kindergärten, Waisen- und Krankenhäusern oder direkt in den Familien der kleinen Empfänger.
Sie bieten auch ein Heft mit Bibelgeschichten an, sehen aber hiervon ab, wenn dies nicht gewünscht st. Ihr Geschenk gibt es in jedem Fall ohne jede Bedingung, so wie Glaube, Hoffnung und Liebe.
Die Schuhkartons werden in Waisenhäusern und Krankenhäusern verteilt, oft auch in Flüchtlingslagern und Slums. Ihr Schuhkarton bringt Freude in sozial schwache Familien und ist für viele Kinder in Not das erste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens.
Ja, davon überzeugen wir uns selbst. Wir arbeiten mit zuverlässigen Partnern zusammen, die sich bereits bei anderen Hilfseinsätzen unserer Organisation bewährt haben. Diese Partner (vor allem Gemeinden und nationale Hilfswerke) sind transparent und verpflichten sich zur schriftlichen und fotografischen Berichterstattung sowie zur Einhaltung der von Geschenke der Hoffnung e.V. vorgegebenen Richtlinien. Außerdem fahren Mitarbeiter von Geschenke der Hoffnung e.V. jedes Jahr mit auf die Verteilerreisen, um persönlich die Päckchenverteilungen zu begleiten.
Ja, warme Kleidung ist durchaus auch in Südafrika gerne gesehen.
Die Schuhkarton-Verteilungen finden überwiegend in und um Cape Town statt.
Im südafrikanischen Winter herrscht dort kühles Klima (+/- 10 Grad) mit Nieselregen.
Diese Frage ist verständlich und erreicht uns häufig, doch leider können wir nicht alle mitnehmen. Einige ehrenamtliche Helfer/innen und Verantwortliche von Geschenke der Hoffnung e.V. sind jedoch vor Ort und begleiten die Verteilung der Schuhkartons. In den Verteilerberichten können Sie die Erlebnisse unserer Mitarbeiter nachlesen.
Film und Fotobeiträge finden Sie auf unserer Downloadseite.




