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Sammelstellen berichten

Die schönsten Geschichten rund um die Aktion:

Stolze Helfer

»Bereits einen Tag nach Annahmeschluss war von den bislang eingetroffenen Päckchen nichts mehr zu sehen, da sie bereits in Versandkartons verpackt waren. Schade, hatte ich doch eine Schulklasse von Kindern mit Lernschwierigkeiten eingeladen, mit denen ich kurz zuvor fünf Schuhkartons gepackt hatte. Die Kinder sollten einmal erleben, wie es ist, wenn sich Hunderte Schuhkartons, gefüllt mit schönen Dingen, stapeln und ihre Päckchen obenauf liegen. Vorerst konnten die Schüler nur die wenigen noch offenen Versandkartons sehen.

 

Riesig war die Freude, als dann plötzlich 350 Schuhkartons aus Spremberg und 80 weitere Päckchen aus einem anderen Ort eintrafen. Ganz flink waren die Kinder dabei und halfen, Päckchen für Päckchen auszuladen. Es erfüllte die Kinder mit Stolz, dass sie nicht nur Päckchenpacker, sondern nun auch Helfer waren.

 

Berührt hat mich auch die Freigiebigkeit der Eltern, die die Kosten für Abwicklung und Transport übernahmen, denn ich wusste, dass einige von ihnen selbst nur sehr wenig Geld zur Verfügung haben.«

 

Heike Balko, 03050 Cottbus

Empfängerfamilie wird zum Päckchenpacker

»Als wir in der Stadt Wittlich über die Aktion informierten, hatten wir ein bewegendes Erlebnis: eine Familie aus dem Kosovo berichtete, dass einer ihrer Söhne vor einigen Jahren im Kosovo selbst einen liebevoll gepackten Schuhkarton erhalte habe. Der kleine Bruder des damals Beschenkten trug in diesem Jahr stolz den von seiner Familie gepackten Schuhkarton zur Sammelstelle.«

 

Bruder Nikolaj Bromberg, 54516 Wittlich-Wengerohr

Großer Applaus

»Mit unserer Mädchenjungschar - 20 Mädchen im Alter von vier bis 14 Jahren - haben wir beschlossen, das selbst komponierte Musical ›Esther‹ zugunsten von ›Weihnachten im Schuhkarton‹ aufzuführen. Die vierwöchige Probenzeit ging viel zu schnell vorbei. Mit ansteckender Begeisterung haben unsere Mädchen gesungen, getanzt und Theater gespielt. Ihr großartiger Einsatz wurde vom Publikum mit viel Applaus belohnt, und am Ende kam eine Spendensumme von 347 Euro zusammen, die wir von Herzen gerne weitergegeben haben.«

 

Susanne Hartrampf, 88079 Kressbronn a. B.

Katzenrettung

»Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin berichtete mir folgendes Ereignis: Maria, ungefähr zwölf Jahre, führte mit ihrer Freundin den Hund Gassi. Auf ihrem Weg am Wald entlang entdeckten die Mädchen im Gebüsch eine Katze. Als sie näher hinsahen, bemerkten sie, dass es sich um eine seit einer Woche gesuchte Perserkatze handelte. Schnell liefen Maria und ihre Freundin zu der Katzenbesitzerin und erzählten ihr von ihrem Fund. Diese ging gleich mit den Mädchen mit und war überglücklich, ihre Katze, die bereits seit 17 Jahren bei ihr lebt, entgegennehmen zu können. Hätten die Mädchen das verirrte Tier nicht gefunden, wäre es verhungert.

 

Die Katze verbrachte eine Woche in der Tierarztpraxis, wo sie wieder aufgepäppelt wurde. Die Besitzerin war den Mädchen so dankbar, dass sie jedem 250 Euro schenkte. Maria bat ihre Mutter, mit ihr von diesem Geld Schuhkartons zu packen.«

 

Annagret Schäfer, 74821 Mosbach

Post aus Polen

»Eine Päckchenpackerin bekam Post aus Polen. Sie war sehr aufgeregt, denn es war das erste Mal, dass sie eine Antwort aus einem Empfängerland erhielt. Doch der Brief war in polnischer Sprache verfasst. Was nun? Da fiel ihr ein, dass in der Nachbarschaft eine polnische Familie wohnt, zu der allerdings kein Kontakt bestand. Konnte sie es wagen, die Familie zu bitten, den Brief zu übersetzen? Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen und klingelte bei ihren Nachbarn. Die Päckchenpackerin wurde sehr freundlich empfangen und der Brief gern übersetzt. Plötzlich ging ein Raunen durch die polnische Familie, denn das Kind, das den Schuhkarton erhalten hatte, stammte nicht nur aus dem Land oder der Region, sondern aus dem kleinen Nachbardorf der Familie. Das war eine Freude.«

 

Arend Sanders, 26389 Wilhelmshaven

 



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(DZI, 22. Oktober 2007)