Weihnachten im Schuhkarton


Mit kleinen Dingen Großes bewirken

Wo wird "Weihnachten im Schuhkarton" verteilt?

"Weihnachten im Schuhkarton" ist Teil der weltweiten Aktion "Operation Christmas Child", in deren Rahmen Kinder in rund 100 Ländern beschenkt werden. Die Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum werden in der Saison 2018/2019 voraussichtlich in folgenden Ländern verteilt (Änderungen vorbehalten): Georgien, Lettland, Litauen, Montenegro, Polen, Republik Moldau, Rumänien, Serbien, Slowakei, Ukraine.

Georgien

Seit Zerfall der UdSSR ging es für die Wirtschaft Georgiens erst langsam bergauf und häufig durch interne Konflikten erneut zerrüttet worden. Der Großteil Georgiens ist landwirtschaftlich geprägt, doch gerade in ländlichen Gegenden wird die Arbeitslosigkeit derzeit auf hohe 40% geschätzt. Dies betrifft häufig auch die Familien und Kinder in den ärmlichen Gebieten.

Seit dem 4. Jahrhundert ist Georgien ein christlich geprägtes Land. Im Jahr 2004 wurden das erste Mal Schuhkartons von Samaritan’s Purse in Georgien verteilt. In 2018 werden auch Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum nach Georgien gebracht. 

 

Litauen

Fast ein Drittel der Bevölkerung in Litauen ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, besonders auch Kinder. Aufgrund der sehr niedrigen Löhne wandern viele junge aus, was dem an Land Innovation und Vitalität nimmt. Außerdem ist die Jugendarbeitslosigkeit in dem sehr industriell geprägten Land recht hoch, sodass die heranwachsende Generation Optimismus für die Zukunft raubt. Die Päckchen transportieren hier nicht nur die Weihnachtsbotschaft, sondern auch Hoffnung und Zuversicht.

In den vergangenen Jahren wurden Päckchen der weltweiten Aktion "Operation Christmas Child" in Litauen verteilt.  In 2018 werden erneut Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum nach Litauen gebracht. Eindrücke und Schnappschüsse aus der vergangenen Saison, zeigen wir in diesem Video: Film ansehen

Lettland

Als ehemaliger Teil der Sowjetunion hat auch Lettland einige Zeit gebraucht, um sich als eigenständiges Land und auch als Wirtschaft in Europa zu orientieren und zu behaupten. Seit das Land Mitglied der EU ist, geht es vor allem in der Wirtschaft bergauf. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat Lettland relativ gut überstanden, sodass seit 2010 wieder eine positive Entwicklung verzeichnet wird. Doch das Land hat auch weiterhin mit Problemen zu kämpfen, die sich insbesondere in der Schließung vieler Schulen in ländlichen Gebieten sowie der Abwanderung junger Facharbeiter zeigen. Vor allem jungen Menschen fehlt die Perspektive und Hoffnung auf ein glückliches Leben in ihrer Heimat.

In 2018 werden zum allerersten Mal rund 30.000 Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum in Lettland verteilt.

 

Montenegro

Montenegro gehört wie Serbien zu den ärmsten Ländern Europas. Das Land ist geprägt von Korruption und Kriminalität. Viele Menschen kämpfen gegen Armut an. Dies liegt vor allem an hoher Arbeitslosigkeit, wovon über ein Drittel aller jungen Leute betroffen ist. Da es an vorhanden Sozialeinrichtungen mangelt, kommen viele Betroffene auch nur schwer wieder aus der Arbeitslosigkeit heraus. Dies hat schwere Folgen für die heranwachsenden Generationen, sodass Familien mit drei Kindern leben oftmals nur von 91,50€ im Monat leben müssen. 

7.480 Kinder konnten 2017 in Montenegro mit Schuhkarton-Geschenken aus dem deutschsprachigen Raum beschenkt werden. 

 

Polen

 Polen und Deutschland pflegen eine enge politische Beziehung. Das Land hat seine wirtschaftliche Situation in den letzten Jahren stark verbessert. Selbst während der Schuldenkrise im Euroraum konnte Polen eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung verhindern. Doch seit einiger Zeit kam es in dem Land zum Stillstand und es droht ein Rücktritt. Trotz der wirtschaftlichen Verbesserungen, leiden nach wie vor viele Menschen unter ärmlichen Verhältnissen. Besonders Kinder sind von herrschender Unmut in der Gesellschaft betroffen. 

In Polen konnten 2017 ganze 52.136 Kinder mit Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum beschenkt werden.

 

Republik Moldau

Eines der ärmsten Länder in Europa ist die Republik Moldau. Mehr als der Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. In den ländlichen Gebieten fehlt es oft an Wasser- und Abwassersystemen. Viele Erwachsene suchen im Ausland eine Arbeit, da der Durchschnittsgehalt in der Republik Moldau nicht zum Leben ausreicht. Somit ist es das Land der „vergessenen“ Kinder, da viele Eltern ihre Kinder zurücklassen und manchmal auch neue Familien gründen. Viele Familien sind zudem durch Alkohol, Drogen und Gewalt zerrüttet. 

In 2016 wurden 96.581 Kinder in der Republik Moldau mit Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum beschenkt. Einen Einblick in die Situation vor Ort gibt der folgende Film: FILM ANSEHEN

Rumänien

Rumänien ist seit 2007 ein Mitglied der Europäischen Union und eines der ärmsten Länder des Bündnisses. Neben seinen wirtschaftlichen Bemühungen hat die rumänische Gesellschaft schwerwiegende Probleme mit Minderheiten: Die Gruppe der Roma und Sinti wird nach wie vor stark diskriminiert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen, auch psychisch erkrankte Menschen werden nachteilig behandelt. Es herrscht nach wie vor große Armut und ein sehr niedriger Lebensstandard. 

In Rumänien wurden 74.800 Kinder in 2017 mit Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum beschenkt.Daniela berichtet als ehemaliges Empfängerkind in Rumänien, wie die Situation vor Ort für viele Kinder aussieht und was das Schuhkarton-Geschenk in ihrem Leben bewirkt hat: FILM ANSEHEN

 

 

Serbien

Serbien ist ein kleines Land in Südosteuropa und hat nicht nur die höchste Armutsquote in Europa, sondern führt auch die Spitze der ärmsten Länder Europas an. In Serbien ist die Arbeitslosigkeitsquote sehr hoch – bei jungen Leuten sogar bei über 40%.  Die gesellschaftlichen Strukturen und Herausforderungen spiegeln die Folgen der ethnischen Kriege der 1990er Jahre wieder. Insbesondere sind junge Menschen von der Arbeitslosigkeit betroffen. Grund dafür ist unter anderem, dass das Ausbildungssystem im Land nicht auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.  

2017 wurden 51.958 Kinder in Serbien mit Schuhkarton-Geschenken aus dem deutschsprachigen Raum beschenkt.

Slowakei

Seit der Trennung der Tschechoslowakei hat sich die Slowakei langsam zu einem selbstständigen Land entwickelt. Trotzdem hat das Land noch wirtschaftliche Probleme: sowohl hohe Staatsschulden als auch Mangel an qualifizierten Arbeitskräften haben finanzielle Konsequenten für die gesamte Bevölkerung. Außerdem liegt die Jugenderwerbslosenquote bei etwa einem Viertel der Gesamtbevölkerung, was dem Land frische Energie raubt.

14.960 Kinder wurden 2017 in der Slowakei mit Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum beschenkt.

Ukraine

Spätestens seit der Annexion der Krim im Süden der Ukraine ist die Situation in dem Land sehr kritisch. Viele Gebiete sind von militärischen Einsätzen zerrüttet und nicht mehr bewohnbar. Darüber hinaus leiden viele Sozialeinrichtungen und Bildungsinstitutionen des Landes an Korruption, finanziellem Notstand und Mangel an Kontrolle. Das gescheiterte Bildungssystem der Ukraine zwingt viele Lehrer, sich andere Jobs mit besser Bezahlung zu suchen. Dadurch leiden vor allem Kinder, die durch Mangel an Personal und Ausstattung somit keine gute Bildung bekommen können.

2018 sollen rund 126.000 Kinder mit Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum beschenkt werden.

Quelle: Auswärtiges Amt(http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos) und statistisches Bundesamt