Weihnachten im Schuhkarton


Mit kleinen Dingen Großes bewirken

Wo wird "Weihnachten im Schuhkarton" verteilt?

"Weihnachten im Schuhkarton" ist Teil der weltweiten Aktion "Operation Christmas Child", in deren Rahmen Kinder in rund 100 Ländern beschenkt werden. Die Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum werden in der Saison 2016/2017 voraussichtlich in folgenden Ländern verteilt (Änderungen vorbehalten): Bulgarien, Republik Moldau, Polen, Rumänien,  Slowakei, Ukraine, Weißrussland, Mongolei.

Bulgarien

Bulgarien ist das ärmste Land in der EU. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Die öffentliche Infrastruktur, insbesondere im Verkehrs- und Gesundheitswesen, sowie die Bildung und Forschung ist noch wenig entwickelt. Staatliche Unternehmen sind überschuldet (Bahn, Energiesektor, Krankenhäuser) und können nicht privatisiert werden. Ende des Jahres 2013 waren etwa 13 Prozent der Einwohner arbeitslos (Quelle: Statistisches Bundesamt 2013). Diese Situation wirkt sich in besonderer Weise auch auf die Kinder aus. Die Entbehrungen, die ihre Eltern erleben, treffen ebenso die Mädchen und Jungen.

Zahlen zu Bulgarien:
37.694 Schuhkartons aus dem deutschsprachigen Raum wurden im Jahr 2015 nach Bulgarien geschickt.
83 Glaubenskurslehrer wurden im Jahr 2015 ausgebildet.
348 Kinder nahmen am Glaubenskurs „Die größte Reise“ teil.
312 Kinder haben den Glaubenskurs abgeschlossen.

Republik Moldau

Eines der ärmsten Länder in Europa ist die Republik Moldau. Mehr als der Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Es ist das Land der „vergessenen“ Kinder, da viele Eltern im Ausland eine Arbeit suchen, manchmal auch neue Familien gründen und ihre Kinder zurücklassen (Quelle: Auswärtiges Amt 2015).

Zahlen zur Republik Moldau:
101.370 Schuhkartons aus dem deutschsprachigen Raum wurden im Jahr 2015 in die Republik Moldau geschickt.
350 Glaubenskurslehrer wurden im Jahr 2015 ausgebildet.
11.000 Kinder nahmen am Glaubenskurs „Die größte Reise“ teil.
5.560 Kinder haben den Glaubenskurs abgeschlossen.

Slowakei

Die Arbeitslosenquote in der Slowakei lag im Jahr 2014 bei fast 13 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt 2014).

Zahlen zur Slowakei:
22.616 Schuhkartons aus dem deutschsprachigen Raum wurden im Jahr 2015 in die Slowakei geschickt.
33 Glaubenskurslehrer wurden im Jahr 2014 ausgebildet.
316 Kinder nahmen am Glaubenskurs „Die größte Reise“ teil.
156 Kinder haben den Glaubenskurs abgeschlossen.

 

 

Polen

Polen und Deutschland pflegen eine enge politische Beziehung. Das Land hat seine wirtschaftliche Situation in den letzten Jahren stark verbessert. Selbst während der Schuldenkrise im Euroraum konnte Polen eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung verhindern. Doch seit einiger Zeit kam es in dem Land zum Stillstand und es droht ein Rücktritt. Trotz der wirtschaftlichen Verbesserungen, leiden nach wie vor viele Menschen unter ärmlichen Verhältnissen. Besonders Kinder sind von dem nach wie vor herrschenden Unmut in der Gesellschaft betroffen.*

Zahlen zu Polen:
45.705 Schuhkartons aus dem deutschsprachigen Raum wurden im Jahr 2015 nach Polen geschickt.
290 Glaubenskurslehrer wurden im Jahr 2015 ausgebildet.
3.292 Kinder nahmen am Glaubenskurs „Die größte Reise“ teil.
2.080 Kinder haben den Glaubenskurs abgeschlossen.

Rumänien

Rumänien ist seit 2007 ein Mitglied der Europäischen Union und eines der schwächsten Länder des Bündnisses. Neben seinen wirtschaftlichen Bemühungen hat die rumänische Gesellschaft schwerwiegende Probleme mit Minderheiten: Die Gruppe der Roma und Sinti wird nach wie vor stark diskriminiert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen, auch psychisch erkrankte Menschen werden nachteilig behandelt. Es herrscht nach wie vor große Armut und ein sehr niedriger Lebensstandard. *

Zahlen zu Rumänien:
60.411 Schuhkartons
aus dem deutschsprachigen Raum wurden im Jahr 2015 nach Rumänien geschickt. 1.162 Glaubenskurslehrer wurden im Jahr 2015 ausgebildet.
8.200 Kinder nahmen am Glaubenskurs „Die größte Reise“ teil.
6.300 Kinder haben den Glaubenskurs abgeschlossen.

 

 

Weißrussland

Nachdem Weißrussland eine schwere Wirtschaftskrise im Jahr 2011 durchgestanden hatte, fällt die Wirtschaft des Landes 2015 erstmalig seit 1994 deutlich ab. Hauptgründe dieser Entwicklung sind die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Russischen Föderation inklusive des Rubelverfalls – damit ist der für Belarus mit Abstand wichtigste Absatzmarkt entscheidend geschwächt. Auch die in Weißrussland weiterhin hauptsächlich staatlich organisierte Wirtschaft hat große Probleme in Bezug auf internationale Konkurrenzfähigkeit. Es gibt zahlreiche benachteiligte Familien, die nur knapp am Existenzminimum leben. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Waisenkindern, die in Heimen oder Pflegefamilien unterkommen.*

Zahlen zu Weißrussland:
22.616 Schuhkartons aus dem deutschsprachigen Raum wurden im Jahr 2015 nach Weißrussland geschickt.
1.084 Glaubenskurslehrer wurden im Jahr 2015 ausgebildet.
2.100 Kinder nahmen am Glaubenskurs „Die größte Reise“ teil.
1.770 Kinder haben den Glaubenskurs abgeschlossen.


Mongolei

Die Mongolei ist viereinhalb Mal so groß wie Deutschland, wird aber lediglich von 3,18 Millionen Einwohnern bewohnt und ist somit der am dünnsten besiedelte unabhängige Staat der Welt. Fast 30 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze (Quelle: Auswärtiges Amt 2015).
Zum ersten Mal wurden deutsche Schuhkartons in ein so weit entferntes Land verschickt - über 7.700 Kilometer mussten die Geschenkpäckchen reisen, um Kindern in der Mongolei Glaube, Hoffnung und Liebe zu bringen.

Zahlen zur Mongolei:
78.611 Schuhkartons aus dem deutschsprachigen Raum wurden im Jahr 2015 in die Mongolei geschickt.
644 Glaubenskurslehrer wurden im Jahr 2015 ausgebildet.
4.313 Kinder nahmen am Glaubenskurs „Die größte Reise“ teil.
3.620 Kinder haben den Glaubenskurs abgeschlossen.

Serbien

Serbien ist ein kleines Land in Südosteuropa und hat nicht nur die höchste Armutsquote in Europa, sondern führt auch die Spitze der ärmsten Länder Europas an. Die offiziellen Zahlen der Erwerbslosen 2014 lagen in Serbien bei 22,2% (Quelle: Statistisches Bundesamt). Diese Zahlen fallen bei der jüngeren Bevölkerung noch höher aus.  Die gesellschaftlichen Strukturen und Herausforderungen spiegeln die Folgen der ethnischen Kriege der 19990er Jahre wieder. Insbesondere sind junge Menschen von der Arbeitslosigkeit betroffen. Grund dafür ist unter anderem, dass das Ausbildungssystem im Land nicht auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. 

Montenegro

Montenegro gehört wie Serbien zu den ärmsten Ländern Europas. Das Land ist geprägt von Korruption und Kriminalität. Viele Menschen kämpfen gegen Armut und Arbeitslosigkeit an. Familien mit drei Kindern leben oftmals von 91,50€ im Monat.

* Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos